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Was
ist Tae Kwon Do?
Tae Kwon Do ist eine Koreanische Kampfkunst nach
typisch asiatischem Verständnis. Hierbei werden
Fußtechniken (Tae) und Fausttechniken (Kwon) zu
einem ganzheitlichen Kampfsystem vereint, dessen
Weg (Do) die körperliche und charakterliche
Ausbildung als erstrebenswertes Ziel verfolgt.
In der heutigen Zeit unterscheidet man jedoch
zwischen traditionellem und
Wettkampforientierten Tae Kwon Do. Im
traditionellen Tae Kwon Do steht die Entwicklung
von Technik und Persönlichkeit als primäres
Ziel, während im Wettkampforientierten Tae Kwon
Do der sportliche Erfolg eine konzeptionell
tragende Rolle einnimmt.
In beiden Formen des Tae Kwon Do vermittelt das
Training eine außergewöhnliche
Körperbeherrschung, insbesondere im Bereich der
Beinarbeit, bis hin zu recht akrobatischen
Leistungen. Und bei richtiger Anwendung der
Techniken und entsprechend gutem technischen
Verständnis erzielt der Übende eine wesentliche
Verbesserung von Kraft und Koordination. So
gesehen ist Tae Kwon Do ein ganzheitliches
Training für Körper und Seele, unabhängig davon,
ob man nun Wettkampf betreibt, oder nicht.
Historie des Tae
Kwon Do
In
der Geschichte Koreas sind mehrere
Kampfkunstsysteme verzeichnet, die unter
vielfältigen Namen bekannt waren. Eines davon,
das Tae Kyon wird häufig als Ursprung des Tae
Kwon Do genannt. Der tatsächliche Ursprung des
heutigen Tae Kwon Do findet sich jedoch im
frühen 20th. Jahrhundert in der Zeit von 1940
bis 1955. Hier gilt Choi Hong Hi als
maßgeblicher Begründer dieser Kampfkunst. Nach
einem Aufenthalt in Japan, wo Choi Hong Hi in
Kontakt zum Karate kam und in einer frühen Form
des Shotokan Karate den 2. Dan erreichte, kehrte
er nach Korea zurück, wo er eine
Offizierslaufbahn beim Militär begann. Hier
unterrichtete Choi seine Soldaten zunächst in
Karate. Sein eigentliches Ziel war jedoch die
Entwicklung einer eigenständigen koreanischen
Form der Kampfkunst, die im Jahre 1955 offiziell
als Tae Kwon Do bekannt wurde. Während das
Shotokan Karate hinsichtlich der Biomechanik
einen völlig anderen Weg nahm, findet man im Tae
Kwon Do Prinzipien wie sie auch im ursprünglich
aus Okinawa stammenden Shorin-Ryu Karate
verwendet werden. Und im Gegensatz zum
kraftbetonten Shotokan sieht man im Tae Kwon Do
eine Konzentration auf Explosivität und
Schnelligkeit bei häufiger Anwendung von
Zentrifugalkraft. Bildlich gesprochen in
gewisser Weise schwungvolle Techniken.
Obwohl Tae Kwon Do eine relativ junge Kampfkunst
ist, hat sie sich weltweit sehr stark
verbreitet. Dies ist zurück zu führen auf das
Engagement von Choi Hong Hi, der zusammen mit
vielen bedeutenden Meistern wie Kwon Jae Hwa,
das Tae Kwon Do bei Vorführungen in der Welt
bekannt machte, wobei auch viele Meister in den
jeweiligen Ländern blieben um Tae Kwon Do zu
unterrichten. So war Kwon Jae Hwa der erste
Bundestrainer des Tae Kwon Do in Deutschland.
Die Popularität des Tae Kwon Do, in Verbindung
mit den klaren Konzepten des Wettkampfes und der
straffen Organisation der World TaeKwonDo
Federation ebneten den Weg zur Aufnahme des Tae
Kwon Do als erste asiatische Kampfkunst zur
Olympischen Disziplin.
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